Kaltasphalt Preis 2026: Kosten pro Sack, Tonne und Schlagloch
Was Kaltasphalt kostet, hängt vor allem von zwei Dingen ab: der Sorte und der Gebindegröße. Kleingebinde sind pro Kilogramm spürbar teurer als Big Bag oder lose Ware, und Reaktivasphalt liegt je nach Produkt auf gleichem Niveau bis etwa doppelt so hoch wie konventionelles Material. Dieser Ratgeber ordnet die Preise pro Sack, pro Big Bag und pro Tonne ein, erklärt den Preisunterschied zwischen konventionellem Kaltasphalt und Reaktivasphalt und zeigt, wie Sie die Materialkosten pro Schlagloch überschlagen. Alle Preise verstehen sich netto.
Die kurze Antwort (Stand September 2026): Konventioneller Kaltasphalt im 25-kg-Gebinde kostet je nach Produkt rund 0,60 bis 1,90 €/kg netto. Reaktivasphalt im selben Gebinde liegt in der Größenordnung 1,20 bis 3,00 €/kg netto. Im Big Bag mit rund einer Tonne liegt konventionelles Material bei etwa 0,70 bis 1,00 €/kg netto und damit meist unter dem Eimerpreis desselben Produkts. Lose Lieferung ist pro Kilogramm noch günstiger, wird aber projektbezogen kalkuliert. Alle Werte netto, zzgl. MwSt.
Kaltasphalt Preis nach Gebinde und Sorte
Den größten Preisunterschied machen die Sorte und die Bestellmenge. Kleingebinde sind pro Kilogramm teuer, weil Abfüllung, Verpackung und Logistik stark ins Gewicht fallen. Reaktivasphalt liegt wegen der reaktiven Bindemittelchemie je nach Produkt auf gleichem Niveau bis etwa doppelt so hoch wie konventionelles Material.
| Gebinde / Sorte | Typischer Einsatz | Orientierung (netto, zzgl. MwSt.) |
|---|---|---|
| 25-kg-Eimer/Sack, konventionell | Spot-Reparaturen, Material im Bauhof-Fahrzeug, Kolonne | ca. 0,60 bis 1,90 €/kg |
| 25-kg-Eimer, Reaktivasphalt | Wintereinsatz, nasse Schadstellen, stark belastete Stellen | ca. 1,20 bis 3,00 €/kg |
| Big Bag (ca. 1.000 kg), konventionell | Vorratshaltung im Bauhof, regelmäßiger Bedarf | ca. 0,70 bis 1,00 €/kg |
| Lose Lieferung (mehrere Tonnen) | größere Sanierungskampagnen | pro kg günstiger, Preis projektbezogen auf Anfrage |
Die Werte sind eine Orientierung auf Basis öffentlich einsehbarer Angebote deutscher Fachhändler (Stand September 2026), keine tagesaktuellen Angebotspreise. Innerhalb der Sorten gibt es eine Spanne nach Körnung, Bindemittelqualität und Hersteller. Fracht und Mindestbestellmengen sind je nach Anbieter unterschiedlich geregelt.
→ Kaltasphalt und Schlagloch-Material auf RoadPartner ansehenKonventioneller Kaltasphalt oder Reaktivasphalt: wofür Sie mehr bezahlen
Der Aufpreis für Reaktivasphalt ist kein Markenaufschlag, sondern bezahlt einen anderen Aushärtemechanismus.
- Konventioneller Kaltasphalt härtet primär durch Verkehr und das Verflüchtigen von Lösungs- oder Fluxöl-Anteilen aus. Er ist günstig, lange lagerfähig und für planbare Reparaturen bei trockener, milder Witterung oft ausreichend.
- Reaktivasphalt vernetzt zusätzlich chemisch mit Luft- oder Wasserfeuchte und erreicht in vielen Fällen schneller eine höhere Endfestigkeit. Viele Produkte sind laut Hersteller bei Frost und auf nassem Untergrund freigegeben.
Rechnen Sie pro Schadstelle, nicht pro Eimer. Eine teurere Mischung, die einmal hält, ist häufig günstiger als zweimal anfahren mit dem günstigeren Material.
Wie sich die beiden Materialgruppen in der Verarbeitung unterscheiden und wann welche die richtige Wahl ist, behandelt unser Ratgeber Kaltasphalt richtig verarbeiten.
Fünf Faktoren, die den Preis bestimmen
- Sorte und Produkt. Reaktivasphalt liegt je nach Produkt auf gleichem Niveau bis etwa doppelt so hoch wie konventionelles Material. Auch zwischen konventionellen Produkten ist die Preisspanne groß.
- Gebinde und Menge. Big Bag und lose Ware sind pro Kilogramm deutlich günstiger als der 25-kg-Eimer. Mengenrabatte ab mehreren Gebinden sind üblich.
- Körnung und Qualität. Feinere Körnungen und höherwertige Bindemittel mit besserer Haftung und Standfestigkeit kosten mehr.
- Bitumen-Marktlage. Das Bindemittel folgt dem Rohöl- und Energiemarkt. Preise schwanken über das Jahr.
- Fracht und Region. Kaltasphalt ist schwer. Bei loser Ware und Big Bags schlägt die Entfernung zum Lieferwerk spürbar auf den Endpreis durch.
Kosten pro Schlagloch berechnen
Für die Kalkulation zählt nicht der Sackpreis, sondern der Materialbedarf pro Schadstelle. Der Rechenweg in zwei Schritten:
Materialbedarf = Hohlraum in Litern (Länge × Breite × Tiefe) × ca. 2 kg/l
Materialkosten = Bedarf in kg × Kilopreis (€/kg)
Wer den Bedarf nicht von Hand überschlagen möchte: Der Bedarfsrechner von RoadPartner ermittelt die benötigte Kaltasphalt-Menge direkt aus den Maßen der Schadstelle.
Die folgende Tabelle nutzt als Beispielpreis 1,40 €/kg netto, also konventionellen Kaltasphalt aus dem 25-kg-Gebinde. Aus dem Big Bag liegen die Kosten niedriger, mit Reaktivasphalt je nach Produkt gleich hoch oder höher.
| Schlagloch (L × B × Tiefe) | Hohlraum | Kaltasphalt-Bedarf | Materialkosten (Beispiel 1,40 €/kg) |
|---|---|---|---|
| 30 × 30 × 4 cm | ca. 3,6 l | ca. 7 kg | ca. 10 € |
| 40 × 40 × 5 cm | ca. 8 l | ca. 16 kg | ca. 22 € |
| 50 × 50 × 8 cm | ca. 20 l | ca. 40 kg | ca. 56 € |
Wichtig: Das sind reine Materialkosten. Lohn, Gerät für die Verdichtung und Verkehrssicherung sind nicht enthalten. Planen Sie zudem eine leichte Überhöhung ein, da sich das Material beim Verdichten setzt.
Kaltasphalt kaufen: worauf Sie beim Angebot achten
- Sorte zum Einsatz wählen. Für Wintereinsätze und nasse Schadstellen braucht das Material die passende Freigabe im Datenblatt, häufig ist das Reaktivasphalt. Der günstige Sackpreis eines ungeeigneten Produkts hilft dort nicht.
- Gesamtpreis frei Baustelle ansehen. Bei Big Bags und loser Ware ist die Fracht ein eigener Kostenblock, der den niedrigen Kilopreis relativieren kann.
- Gebinde zum Verbrauch passend wählen. Der Big Bag lohnt nur bei regelmäßigem Bedarf und trockener, frostfreier Lagermöglichkeit.
- Haltbarkeit beachten. Ungeöffnete Gebinde sind je nach Produkt 6 bis 24 Monate lagerfähig, angebrochene deutlich kürzer. Zu viel auf Vorrat zu kaufen kostet am Ende mehr.
Auf RoadPartner sehen registrierte Käufer die aktuellen Angebote mehrerer Händler an einem Ort, mit Sorte, Gebinde und Preis. Die Registrierung als Käufer ist kostenlos.
Häufige Fehler bei der Preisbewertung
- Nur den Sackpreis vergleichen. Konventionelles Material und Reaktivasphalt sind zwei verschiedene Produkte, ein direkter Preisvergleich führt in die Irre.
- Den Reaktiv-Aufpreis pauschal als zu teuer abtun. Wenn die Reparatur dadurch einmal statt zweimal hält, ist das teurere Material die günstigere Lösung.
- Fracht vergessen. Bei schwerem Material und weiter Anfahrt ist die Fracht ein eigener Kostenblock.
- Zu viel auf Vorrat kaufen. Was über die Haltbarkeit hinaus im Lager altert, ist verlorenes Geld.
Häufige Fragen
Was kostet ein Sack Kaltasphalt mit 25 kg?
Ein 25-kg-Gebinde konventioneller Kaltasphalt kostet netto grob 15 bis 48 € (rund 0,60 bis 1,90 €/kg). Reaktivasphalt im 25-kg-Eimer liegt in der Größenordnung von 30 bis 75 € netto je Gebinde. Der konkrete Wert hängt von Körnung, Bindemittelqualität und Hersteller ab.
Was kostet Kaltasphalt pro Tonne?
Im Big Bag mit rund einer Tonne liegt konventioneller Kaltasphalt netto grob bei 700 bis 1.000 €/t. In 25-kg-Gebinden hochgerechnet ist die Tonne je nach Produkt meist teurer, etwa 600 bis 1.900 €/t netto. Lose Lieferung ist pro Tonne günstiger als der Big Bag, wird aber projektbezogen kalkuliert.
Warum ist Reaktivasphalt teurer als konventioneller Kaltasphalt?
Reaktivasphalt enthält ein reaktives Bindemittelsystem, das zusätzlich chemisch aushärtet. Das macht das Material winterfähig, auf nassem Untergrund einsetzbar und schneller endfest. Diese Eigenschaften kosten in der Herstellung mehr, deshalb liegt Reaktivasphalt pro Kilogramm je nach Produkt auf gleichem Niveau bis etwa doppelt so hoch wie konventionelles Material. Für planbare Reparaturen bei trockener, milder Witterung reicht konventionelles Material oft aus.
Was kostet die Reparatur eines Schlaglochs mit Kaltasphalt?
Als grobe Faustregel: Hohlraum in Litern mal rund 2 ergibt den Bedarf in Kilogramm, mal Kilopreis ergibt die Materialkosten. Ein mittleres Schlagloch von 40 × 40 × 5 cm fasst etwa 8 Liter, braucht also rund 16 kg und kostet bei 1,40 €/kg etwa 22 € an Material. Lohn, Verdichtungsgerät und Verkehrssicherung sind dabei nicht enthalten.
Lohnt sich der Big Bag gegenüber dem Eimer?
Pro Kilogramm ist der Big Bag meist deutlich günstiger als der 25-kg-Eimer desselben Produkts. Er lohnt sich aber nur bei regelmäßigem Bedarf und wenn eine trockene, frostfreie Lagermöglichkeit vorhanden ist. Für seltene Spot-Reparaturen ist der Eimer praktischer, weil sich angebrochene Großgebinde nicht beliebig lange halten.
Warum schwanken die Preise für Kaltasphalt?
Das Bindemittel basiert auf Bitumen, einem Raffinerieprodukt, das dem Rohöl- und Energiemarkt folgt. Dazu kommen Frachtkosten und regionale Verfügbarkeit. Ein Preis von heute ist daher kein verlässlicher Wert für die ganze Saison. Wer den Saisonbedarf früh plant, hat bei Preis und Liefertermin meist die bessere Position.
Hinweis: Die genannten Preisspannen beruhen auf öffentlich einsehbaren Angeboten deutscher Fachhändler (Stand September 2026) und sind als Orientierung zu verstehen, nicht als verbindliche Angebotspreise. Tagesaktuelle Preise hängen von Sorte, Menge, Region und Marktlage ab und werden über die Angebote der Anbieter auf RoadPartner abgebildet.
Zu diesem Thema finden Sie auf RoadPartner Angebote in dieser Kategorie:
Erst die Menge bestimmen, dann den Preis: Fläche und Einbaudicke eingeben.
Unsere Ratgeber-Artikel werden regelmäßig erweitert. Bei konkreten Fragen sind wir direkt erreichbar, per Chat, Telefon oder Mail.